RetroTrikot

Retro Cittadella Trikot – Die Granata aus der Mauernstadt

In der norditalienischen Ebene des Veneto liegt eine Stadt wie aus einem anderen Jahrhundert: Cittadella. Von einer nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert umschlossen, einem Bollwerk, das einst Padua schützte, trägt dieser Ort eine Geschichte in sich, die weit über den Fußball hinausgeht. Und doch hat der AS Cittadella – gegründet 1973, beheimatet im kleinen, aber lauten Stadio Pier Cesare Tombolato – einen eigenen Platz in der Herzkammer des italienischen Fußballs erkämpft. Die Granata, wie die Spieler in Anlehnung an ihr dunkles Weinrot bezeichnet werden, stehen für alles, was den kleinen, ehrlichen Fußballklub ausmacht: Beharrlichkeit, Identität, Stolz ohne Glamour. Kein Großkapital, keine Weltstar-Einkäufe, kein europäisches Scheinwerferlicht – und trotzdem Jahr für Jahr ein ernstzunehmender Konkurrent in der Serie B. Wer ein Cittadella retro Trikot trägt, trägt die Seele eines Klubs, der sich nie verkauft hat. Dieser Verein aus einer 20.000-Einwohner-Stadt ist ein Beweis dafür, dass Fußball nicht über Geld definiert wird, sondern über Wurzeln.

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Vereinsgeschichte

Die Geschichte des AS Cittadella beginnt 1973, als der Klub in den unteren Ligen des venezianischen Amateurfußballs das Licht der Welt erblickte. Jahrzehntelang arbeitete man sich durch die regionalen Ligen, ohne großes Aufsehen zu erregen – ein typischer Dorfklub mit bescheidenen Mitteln und großem Lokalstolz. Die Stadt selbst, gegründet im 13. Jahrhundert als militärischer Vorposten der Republik Padua, bot dabei stets den passenden Rahmen: eine Stadt, die gegen Widerstände standhielt, ummauert und uneinnehmbar. Genau diesen Geist verinnerlichten die Granata mit der Zeit.

Den entscheidenden Aufstieg erlebte der Verein in den 2000er Jahren. Mit solider Vereinsführung, kluger Kaderplanung und einem Trainer-Netzwerk, das auf Entwicklung statt auf teure Transfers setzte, etablierte sich Cittadella zunehmend in der Serie B – Italiens zweiter Liga, einer der härtesten und kompaktesten Ligen Europas. Dort ankerte man sich und zeigte regelmäßig, dass auch ein Klub ohne Millionenbudget mithalten kann.

Besonders in Erinnerung blieb die Saison 2019/20, als Cittadella das Playoff-Finale der Serie B erreichte und erst gegen Spezia Calcio an der Tür zur Serie A scheiterte. Dieses Finale war ein emotionaler Hochpunkt – und zugleich ein Symbol für die bittersüße Realität des Klubs: so nah dran, und doch wieder zurück. Fans und Spieler weinten gemeinsam, doch der Geist blieb ungebrochen.

Die Rivalitäten mit Klubs wie Venezia, Vicenza und Padova verleihen dem regionalen Fußballbild im Veneto seine besondere Würze. Derby-Abende im Tombolato gehören zu den intensivsten Erlebnissen, die der norditalienische Vereinsfußball zu bieten hat. Die Fankurve, überschaubar in Zahlen, aber unerschöpflich in Lautstärke, ist ein Phänomen für sich.

Cittadella ist kein Klubs der großen Trophäen. Aber es ist ein Klub der Haltung – und das ist in Zeiten des modernen Fußballs vielleicht das Wertvollste überhaupt.

Große Spieler und Legenden

Wer an Cittadella denkt, denkt nicht an Weltklasse-Namen mit goldenen Schuhen. Und das ist gut so. Die Helden der Granata sind Männer, die durch Fleiß, Loyalität und technische Reife gepunktet haben – oft unbekannt außerhalb Italiens, tief geliebt innerhalb der Stadtmauern.

Einer der prägendsten Charaktere in der modernen Vereinsgeschichte ist Iori Claudio, der über viele Jahre das Mittelfeld dirigierte und dem Klub in schwierigen Phasen Stabilität gab. Solche Spieler, die nicht wegen des Geldes kamen, sondern wegen des Projekts, definieren die DNA des Vereins.

Auch die Torhüter hatten in Cittadella immer besonderes Gewicht. Zuverlässige Keeper, die wenig Rampenlicht, aber viele Glanzparaden boten, prägten enge Meisterschaftsrennen in der Serie B.

Auf der Trainerbank ist Roberto Venturato eine Institution. Der gebürtige Venetaner formte die Mannschaft über Jahre mit einem strukturierten 4-3-1-2-System, das viele Gegner überraschte und dem Klub seine charakteristischen kompakten, effizienten Auftritte bescherte. Venturato verstand den Klub wie kein anderer – er lebte das Cittadella-Prinzip: Kollektiv vor Individuum, Struktur vor Improvisation.

Immer wieder dienten die Granata auch als Sprungbrett für Talente, die anderswo groß werden sollten – ein weiterer Beweis für die Qualität des Nachwuchs- und Entwicklungskonzepts des Vereins. Wer als junger Spieler in Cittadella ankam, verließ die Stadt als reiferer Fußballer.

Ikonische Trikots

Das Cittadella retro Trikot ist für Kenner ein echtes Sammlerstück. Das dominante Granata – ein tiefes, sattes Weinrot – ist die unverwechselbare Signalfarbe des Klubs und zieht sich wie ein roter Faden durch die Vereinsgeschichte. In Kombination mit weißen Akzenten entstanden über die Jahrzehnte Designs, die schlicht und würdevoll waren – fern jedes modischen Exzesses.

Die Trikots der 1990er und frühen 2000er Jahre, als der Verein in der Serie C und B erste Fußstapfen hinterließ, tragen den Charme dieser Ära: breite Streifen, einfache Schrifttypen, regionale Sponsorenlogos. Diese Shirts erzählen von einer Zeit, als Fußballtrikots noch Arbeitskleidung waren und keine Modeartikel.

Mit dem Aufstieg in der Serie B wurden die Designs professioneller – engere Schnitte, modernere Synthetikfasern, gelegentlich Sonderdesigns für Pokalspiele. Doch stets blieb die Granata-Farbe sakrosankt. Auswärtstrikots in Weiß oder Gelb boten schöne Kontraste.

Heute sind besonders die Trikots aus den Playoff-Jahren begehrt, darunter das Modell der Saison 2019/20 mit dem Finalaufzug gegen Spezia. Auch frühe Shirts mit regional verwurzelten Sponsoren gelten unter Sammlern als authentische Zeitdokumente des italienischen Provinzfußballs.

Sammlertipps

Wer ein retro Cittadella Trikot kaufen möchte, sollte besonders auf die Saisons rund um die großen Playoff-Jahre achten – vor allem 2019/20 ist eine begehrte Periode. Mit 27 verfügbaren Trikots in unserem Shop findet sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Sammler etwas Passendes. Match-worn Exemplare sind selten und entsprechend wertvoll; Replika in gutem Zustand sind die pragmatischere Wahl. Achte auf originalgetreue Granata-Farben ohne Ausbleichung sowie auf vollständige Sponsorendrucke, da diese die Authentizität des Shirts belegen. Frühe Shirts aus den 1990ern sind rarer und steigen im Wert.